Türkis zählt zu den ältesten Schmucksteinen und hat mit seinen zarten Pastelltönen schon seit dem Altertum viele Völker in seinen Bann gezogen.

In der Schmuckindustrie wird er seit dem 14. Jahrhundert verarbeitet, da dieser Zeitpunkt den damaligen Machtverfall der Katholischen Kirche markiert, die ihn bis dahin für kirchlichen Schmuck benutzte. In Indien war er bis zum 18. Jahrhundert unbekannt. Türkis wurde von vielen Völkern prophylaktische Fähigkeiten nachgesagt. So soll er angeblich je nach Gesundheitsstand des Trägers seine Farbe ändern und vor bösen Mächten beschützen.

Heutzutage findet man Türkis meistens „en cabochon“ in Silberringen, Armbändern oder in Halsketten.
Der Türkis wird z.B. grob zu unregelmäßigen Cabochons poliert und in Silber gefasst.
Tiefblaue Töne werden nach wie vor als wertvoll angesehen aber auch grünstichige bzw. gelbe Stücke sind bei Künstlern sehr beliebt. In der westlichen Kultur ist der Türkis der traditionelle Geburtsstein für all diejenigen, die im Monat Dezember geboren wurden.

Als Phosphatmineral ist Türkis sehr empfindlich. Schweiß setzt dem Stein ebenso zu, wie Parfüms, Hautöle und andere Kosmetika oder auch Reinigungsmittel wie beispielsweise Seife. Türkisschmuck sollte daher beim Händewaschen und Putzen abgelegt werden, da seine Farbe mit der Zeit in ein unansehnliches, bräunliches Grün umschlagen kann. Wird der Stein über längere Zeit direktem Sonnenlicht ausgesetzt, verliert er an Farbe oder dehydratiert. Daher sollte man beim Tragen von Türkisschmuck darauf achten, dass Kosmetika, Sonnenschutz und Haarspray vor dem Anlegen des Schmuckes aufgetragen werden. Er sollte nicht am Strand oder zum Sonnenbaden getragen werden. Zur Verhinderung von Ablagerungen kann er nach dem Tragen mit einem weichen Tuch sanft gereinigt werden. Zur Aufbewahrung eignet sich ein separates Kistchen, um das Zerkratzen durch andere Edelsteine zu vermeiden.